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Konzepte und Kriterien

Zu wenig genutzt: Business-Intelligence-Modelle

12. August 2019 - In der Kfz-Haftpflichtversicherung machen Personenschäden nahezu 40 Prozent der Regulierungskosten aus. Zugleich gehört der Personenschaden in der Assekuranz zu den Bereichen, die Möglichkeiten der Digitalisierung noch zu wenig nutzen. Über das „Warum“ schreibt Actineo-Geschäftsführer Olav Skowronnek.

Über die vielschichtigen Gründe, weshalb sich die Versicherungsbranche im Bereich Personenschaden in der Bearbeitung sich noch zu wenig auf Digitalisierung und Automatisierung setzt, äußert sich Olav Skowronnek, Geschäftsführer Actineo GmbH (www.www.actineo.de).

„Es lohnt sich jedoch, diese Vorurteile zu überwinden, denn mit dem zielgerichteten Einsatz von datengestützten Vorhersagemodellen und Regelwerken lassen sich Schadenaufwand und Kosten der Schadenbearbeitung deutlich reduzieren“, macht Skowronnek deutlich. In einem Fachartikel für die bocquel-news schreibt er, was die Regulierungsarbeiten bei Personenschäden erleichtern kann.

„Für Versicherer ist es eine große Herausforderung, Ablauf und Aufwand bei der Regulierung von mittleren und großen Personenschäden zu optimieren. Um dies zu erreichen, können Business-Intelligence-Modelle genutzt werden, die Personenschadendaten auswerten und für eine digitale Schadensteuerung und ein dynamisches Controlling einsetzen.

Wichtig bei der Auswahl der geeigneten Instrumente und Modelle ist die Frage, für welches Schadensegment die Anwendung konzipiert wird. Generell gilt auch im Personenschaden, dass sich in dem Segment der einfachen Schäden Regulierungsprozesse weitestgehend automatisieren lassen, sowohl in Hinblick auf den Bearbeitungsprozess als auch in Hinblick auf die zu treffende Regulierungsentscheidung.

So gibt es bereits heute Produkte wie den Actineo Fast Track, die beginnend bei einer digitalen Schadenanzeige bis zur vollständigen Abwicklung des Personenschadenanspruchs des Geschädigten alle notwendigen Schritte vollkommen automatisiert abwickeln. Grundlage für diese Produktansätze sind meistens mathematisch statistische Vorhersagemodelle basierend auf großen Datenmengen.

Wenn die Automatisierung an ihre Grenzen stößt …
An ihre Grenzen stößt die Automatisierung von Regulierungsentscheidungen im Personenschaden bei komplexeren Schäden und Großschäden. Die Fallkonstellationen werden hier zu individuell und erfordern weiterhin eine manuelle Bearbeitung im Dialog mit Anwalt, Geschädigtem und weiteren Beteiligten. Allerdings lassen sich auch hier Vorhersagemodelle in geeigneter Form als Regulierungsunterstützung in den Bearbeitungsprozess integrieren.

Das Actineo Personenschaden Cockpit etwa spannt den Bogen von einer digitalisierten medizinischen Fallakte über Prädiktionsmodelle zur aktiven Schadensteuerung bis zur medizinischen Expertise. Auf der Grundlage einer großen unabhängigen Datenbank medizinisch codierter Personenschäden unterstützt die Plattform sowohl das Fallmonitoring des Schadensachbearbeiters als auch das Controlling.

Die Frage, weshalb die Durchdringung des Marktes mit digitalen Produkten in der Personenschadenregulierung derzeit noch recht gering ist, muss je nach Versicherer individuell beantwortet werden. Zum einen befinden sich viele Produkte noch in der Entwicklung, da erst jetzt, zumindest in Teilbereichen, ausreichende Mengen strukturierter Daten vorliegen.

Zum anderen gewinnen viele Gesellschaften erst jetzt die Erkenntnis, dass auch im Personenschaden standardisierte, automatisierte und datengestützte Regulierungsprozesse möglich sind. In diesem Zusammenhang ist der Change Prozess in den operativen Einheiten häufig mit eine der größten Herausforderungen.

Teilweise immer noch schlechte Datenlage
Ein weiteres Hemmnis ist die teilweise immer noch schlechte Datenlage bei den Versicherungsunternehmen selbst sowie erhebliche Engpässe bei der Verfügbarkeit von IT-Ressourcen. Zahldaten auf Personenschäden werden bei nicht wenigen Gesellschaften immer noch nur sehr grob geschlüsselt und erfasst, sind allerdings die Grundlage für ein nachhaltiges und verlässliches Controlling im Personenschaden.

Keine Vorhersagemodelle zur Prognose der Kostenentwicklung
Ebenso dienen sie als Grundlage für den Aufbau von Kostenvorhersagemodellen im Personenschaden. Hierzu werden sie mit Strukturdaten kombiniert. Liegen den Versicherern die Zahldaten zu ihren Schäden nicht in einer verwertbar granular geschlüsselten Form vor, können diese nicht mit den Strukturdaten zusammengeführt und in der Folge keine Vorhersagemodelle zur Prognose der Kostenentwicklung neuer Schäden aufgebaut werden.

Doch all diese Hindernisse lassen sich überwinden, vor allem, da auf der Führungsebene der Versicherungsgesellschaften der wirtschaftliche Nutzen und der Kundenbindungsnutzen dieser Regulierungsansätze im Schadenfall zunehmend erkannt werden.“

Die Actineo GmbH mit Sitz in Köln versteht sich als unabhängiger, auf ganzheitliche Lösungen im Personenschadenmanagement spezialisierter Dienstleister.

Seit seiner Gründung 2009 hat sich das Kölner Unternehmen nach eigenen Angaben zum innovativen Marktführer für die Digitalisierung und die medizinische Einschätzung von Personenschäden entwickelt.

Im Auftrag von Versicherungsunternehmen leistet Actineo medizinisch kompetente und datenbasierte Unterstützung im gesamten Schadenmanagementprozess, damit Personenschäden transparent, schnell und fair reguliert werden können. Actineo ist durch den TÜV Rheinland als „Dienstleister mit geprüftem Datenschutz-Management“ zertifiziert. (www.bocquel-news.de)

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