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Konzepte und Kriterien

Taucht Allianz mit Iconic in die FinTech-Szene ein?

11. Juli 2019 - Die Allianz installiert die neue Finanzplattform Iconic und will damit ihren Kunden 360-Grad-Analysen ihrer Finanzen ermöglichen. Dort sollen auch Allianz-Produkte gekauft werden. Aber: Iconic Finance soll auch die Angeboten verschiedener Anbieter verknüpfen.

„Die Allianz startet ein ambitioniertes Digitalprojekt“, heißt es in einer Veröffentlichung der Gründerszene (www.gruenderszene.de). In München baut der Versicherungsriese Allianz (www.allianz.de) eine Finanzplattform mit dem Namen Iconic Finance (www.iconicfinance.io) auf, wie Recherchen der Gründerszene ergaben.

Die digitale Investment-Einheit Allianz X (www.allianzx.com) soll demnach eine zweistellige Millionensumme in die neue Finanzplattform investieren.

Das habe ein Sprecher bestätigt ohne zur investierten Summe etwas zu sagen.

Die Allianz hat den Berichten zufolge bereits im vergangenen Jahr in ein Projekt der deutschen FinTech-Szene investiert haben. Die Branche spricht hier von über 160 Millionen US-Dollar (entspricht mehr als 140 Millionen Euro), mit der sich der Versicherungskonzern 2018 an der Finanzierungsrunde beteiligt habe.

In einem Interview mit der Börsen-Zeitung hatte ein führender Allianz-Manager vor wenigen Tagen erste Details zum Projekt erwähnt. „Wir werden eine Internet-Plattform bauen, die den Kunden 360-Grad-Analysen ihrer Finanzen ermöglicht“, sagte Markus Faulhaber, Vorstands-Chef der Tochter Allianz Leben. Demnach sollen die Kunden dort ebenfalls fremde Finanzdaten - etwa von Banken - hochladen können.

Laut Faulhaber könnten die Kunden dort auch Allianz-Produkte kaufen. Allerdings sollen auch andere Versicherer zum Zuge kommen. Sie erhalten nach Faulhaber Aussage ebenfalls Zugang zu der Plattform. Die Kunden „werden darüber hinaus perspektivisch auch Anbieter finden, die zum Beispiel den Vergleich von Strompreisen ermöglichen“, heißt es in dem Interview. Im kommenden Jahr sei der Start in Deutschland geplant, danach will die Allianz den Service in Europa ausweiten.

Für das Projekt soll die Allianz Medienberichten zufolge bereits ein namhaftes Führungs-Team zusammengestellt haben: Vincent Haupert startet als Chief Information Security Officer.

Er wurde in der Szene bekannt, weil er das Bank-Startup n26 (https://n26.com) gehackt haben soll, um auf diese Weise auf eine Sicherheitslücke aufmerksam zu machen.

In die Geschäftsführung steigt Arnold Brunner als Managing Director ein. Brunner wechselt von Aboalarm (www.aboalarm.de) zu dem Münchner FinTech. Mit Tobias Tschiersky kommt zudem ein erfahrener Allianz-Manager in die Geschäftsführung.

Was die Vertriebspartner der Allianz im Außendienst von dem Vorhaben mit der Finanzplattform Iconic halten, wird sich zeigen.

Der Versicherer sei gerade auf Roadshow im eigenen Konzern, um für das Projekt zu werben, heißt es in Kreisen. (-el / www.bocquel-news.de)

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