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"Makler können - auch ohne Sonne - im Regen tanzen"

19. September 2013 - VDVM-Makler bleiben Optimisten. Dieses Fazit lässt sich aus der Trendumfrage 2013 des VDVM Verband Deutscher Versicherungsmakler e.V. unter seinen Mitgliedern ableiten. Offensichtlich wird es aber auch immer schwieriger, höhere Einnahmen zu erzielen.

 

VDVM PK

Präsidiums-Mitglieder im Gruppenbild mit Dame: (v.l.n.r.) Oliver Fellmann, Jolger Mardtfeldt, Dr. Hans-Georg Jenssen, Adelheid Marscheider, Peter Wesselhoeft (Präsident), Yorck Hillegaart und Achim Fischer-Erdsiek (Foto E. Bocquel).

 

Wie geht es den Versicherungsmaklern? In einem Pressegespräch am Dienstag gaben Vorstands-Mitglieder des VDVM Verband Deutscher Versicherungsmakler e.V. (www.vdvm.de) Einblicke und zeichneten in Ausschnitten die aktuellen Befindlichkeiten der Makler-Berufsstandes nach. Die Mitglieder des VDVM-Präsidiums machten deutlich, dass sie natürlich nicht für eine ganze Branche und für alle Versicherungsmakler sprechen könnten. Trendaussagen könnten nur zur aktuellen Entwicklung in den VDVM-Mitgliedsunternehmen gemacht werden. Sie können aus der VDVM-internen Trendstudie 2013 abgeleitet werden.

Offensichtlich ist die Mehrzahl der VDVM-Makler momentan „durchaus zufrieden". Zumindest beurteilen 41 Prozent der befragten Maklerfirmen ihre aktuelle Gewinnsituation als gut und 53,5 Prozent als befriedigend. „Mit anderen Worten: 94,5 Prozent der VDVM Makler sind durchaus zufrieden mit ihrem Geschäft", sagte Dr. Hans-Georg Jenssen. Als geschäftsführender VDVM-Vorstand skizzierte Jenssen im Gespräch mit Journalisten die Ergebnisse der Trend-Studie, an der 261 VDVM-Makler teilgenommen hatten. „Interessant ist, dass der Anteil der Firmen, die ihre Lage als schlecht einschätzen, von Jahr zu Jahr zurückgeht - von 7,6 Prozent vor vier Jahren über 6,1 Prozent im letzten Jahr auf 5,5 Prozent im Berichtsjahr", sagte Jenssen.

Der Zufriedenheitspegel sinkt nur leicht
Trotzdem lasse sich konstatieren, dass der Zufriedenheitspegel unter den VDVM-Maklern - wie beiden meisten der bundesweit circa 43.000 tätigen Versicherungsmakler - leicht sinkt. Im Vorjahr hätten noch 48 Prozent ihre Gewinnsituation als „gut" bewertet und 45 Prozent als „befriedigend". Dabei würden eher die kleineren Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern das Zufriedenheits-Ergebnis drücken. Die breiter aufgestellten Maklerunternehmen mit bis zu 300 Mitarbeitern kommen demnach mit den aktuellen Marktentwicklungen besser zurecht.

VDVM Courtage 2014 „Doch ganz offensichtlich wird das Erzielen höherer Einnahmen tatsächlich schwieriger", sagte Jenssen. Konnten 2012 noch 57 Prozent der Unternehmen ihre Courtage-Einnahmen steigern, sind es laut VDVM-Trendstudie in diesem Jahr nur noch 49,8 Prozent. Damit würde sich bestätigen, was die VDVM-Maklerschaft schon 2012 ahnte: 46 Prozent der Unternehmen hatten mit steigenden Courtagen gerechnet. Von gleichbleibenden Einnahmen waren 41 Prozent ausgegangen, was im Berichtsjahr bei 34 Prozent eingetreten sei. Der Anteil der Firmen mit sinkenden Courtage-Einnahmen sei gestiegen: von 12,7 Prozent im Jahr 2012 auf 16,2 Prozent im Berichtsjahr. „Der Rückgang liegt bei den meisten im Bereich von 2 bis 8 Prozent", erklärte der VDVM-Vorstand. Auch bei den Courtage-Einnahmen würde sich ein Vorteil für die größeren Betriebe zeigen, denn die meisten mit 74,3 Prozent meldeten gestiegene Courtagen, bei den kleinen Firmen sind es den Angaben zufolge nur 40,2 Prozent.

VDVM-Makler bleiben Optimisten
Bei den Erwartungen für das kommende Jahr ergibt sich laut Dr. Hans-Georg Jenssen wiederum ein nach Unternehmensgröße gespaltenes Bil.: Erwarten bei den kleineren Betrieben nur 48,4 Prozent steigende Courtage-Einnahmen, sind es bei den Firmen mit mehr als 10 Mitarbeitern satte 73 Prozent. Über alle Unternehmen errechnet sich bei 55,5 Prozent eine positive Erwartung, von gleichbleibenden Einnahmen gehen 37,4 Prozent aus. „Damit zeigen VDVM-Makler erneut eine positive Sicht auf ihre Zukunft - trotz zunehmender Regulierung und anhaltenden -Diskussionen über die Vergütung im Versicherungsvertrieb", sagte Jenssen.

Positive Personalsituation
Als positiv sei auch weiterhin die Personalsituation bei den im VDVM organisierten Maklern zu bezeichnen: Bei 63,8 Prozent der Firmen ist die Mitarbeiterzahl gleich geblieben, 28 Prozent der Firmen haben sogar zusätzliches Personal eingestellt. Das sei - neben den jährlichen Gehalts-Veränderungen - unweigerlich mit höheren Ausgaben verbunden. So meldete mehr als die Hälfte der 261 teilnehmenden VDVM-Makler (54 Prozent) steigende Kosten im Personalbereich. Auch die Sachkosten hätten im Vergleich zum Vorjahr bei knapp ein Drittel (31,5 Prozent) leicht angezogen - meist zwischen 4 und 10 Prozent.

Trotzdem investieren VDVM-Makler den Angaben zufolge in den Ausbau ihrer Unternehmen. 75 Prozent der Unternehmen hätten zwischen 2 und 10 Prozent vom Umsatz investiert. Damit liegen 86,2 Prozent innerhalb ihres Planungsrahmens, 7 Prozent sogar darüber.

Aktuelle Geschäftslage und Erwartungen für 2014
Dr. Hans-Georg Jenssen zeigte sich zufrieden. „Die Kunst zu leben - so heißt es - besteht darin, zu lernen, im Regen zu tanzen, statt auf die Sonne zu warten. Die Ergebnisse der jährlichen VDVM Mitgliederbefragung zur aktuellen Geschäftslage und den Erwartungen für 2014 legen nah, dass die Mitgliedsunternehmen des Verbandes diese Kunst zu beherrschen scheinen", resümierte der VDVM-Vorstand. (eb / www.bocquel-news.de)

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