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Konzepte und Kriterien

Sturm und Hagel drücken heftig auf Schadenbilanz

11. Oktober 2018 - Der neue Naturgefahren Report 2018 des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist da. Demnach verursachten Naturgewalten 2017 in Deutschland Versicherungs-Schäden in Höhe von 2,9 Milliarden Euro. Mit 2,6 Milliarden Euro entstand der Löwenanteil der Schäden durch Sturm und Hagel.

„Wenige verheerende Stürme über weiten Teilen Deutschlands und viele lokale Unwetter mit Hagel und Starkregen prägen das Schadenjahr 2017. Es war erneut ein Jahr der extremen Ereignisse“, sagt GDV-Präsident Wolfgang Weiler.

Aus dem Naturgefahren Report 2018 des GDV Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (www.gdv.de) geht hervor, dass von den 2,9 (Vorjahr 2,5) Milliarden Euro Gesamtschaden, 2 Milliarden Euro von den Sachversicherern zu tragen sind. Darunter fallen Schäden an Wohngebäuden, Hausrat, Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft. Die Kfz-Versicherer schulterten Schäden an Fahrzeugen in Höhe von 860 Millionen Euro. Rund 90 Prozent der Schäden durch Naturgewalten entstanden durch Hagel und Stürme. Das entspricht einem Wert von 2,6 (Vorjahr: 1,6) Milliarden Euro und 65 Prozent des Gesamtschadens.

Wie mitgeteilt wird, verursachen alle Naturgewalten in der Langzeitbetrachtung seit 2000 im Durchschnitt einen versicherten jährlichen Schaden von 3,5 Milliarden Euro.

Winterstürme 2017/2018 mit ungewöhntlich hohen Schäden
Laut Naturgefahren Report 2018 schlagen die Stürme des Winters 2017/2018 bei den Wohngebäudeversicherern bereits mit über 1,2 Milliarden Euro zu Buche (siehe GDV-Grafik - zum Vergrößern bitte anklicken).

„Wir gehen davon aus, dass 2018 in die Liga der fünf schwersten Sturmjahre der letzten 20 Jahre fallen wird“, sagt Weiler. Mehr als die Hälfte der Schäden geht auf das Konto der Stürme „Friederike“ und „Burglind“ im Januar 2018.

Nur die Winterstürme „Lothar“ (1999), „Jeanett“ (2002) und „Kyrill“ (2007) waren seit 1997 noch stärker als „Friederike“.

Naturgefahren versichern
Laut GDV sind 93 Prozent der Hausbesitzer gegen Sturm- und Hagelschäden versichert. Einen Rund-um-Schutz fürs Haus haben jedoch lediglich 41 Prozent: Nur sie sind auch gegen weitere Naturgefahren wie Starkregen und Hochwasser abgesichert. (-ver / www.bocquel-news.de)

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