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Angst vor Altersarmut - aber kaum Eigeninitiative

14. Mai 2018 - Direkt nach der Angst vor Terrorismus gehört die Altersarmut zu den größten Sorgen junger Menschen. Über ein Drittel der 16- bis 35-Jährigen hat kein Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Nürnberger Versicherung in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z Institut.

Einblicke in die Lebensplanung und Zukunftssorgen der sogenannten Generation Y zeigen, dass die Sicherung des Lebensstandards im Alter zu ihren größten Ängsten zählt. Das geht aus der repräsentativen Studie der Nürnberger Versicherung (www.nuernberger.de) in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut (www.faz-institut.de) hervor (siehe Nürnberger Millennials-Schaubild 2018 – zum Vergrößern bitte anklicken). Die Studie zeichnet das Bild von jungen Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die hierzulande einerseits Probleme für die eigene Zukunftsplanung erkennen, aber andererseits ein beträchtliches Maß an Untätigkeit zeigen, sich diesen Sorgen zu stellen und/oder sie zu lösen.

An erster Stelle ihrer Zukunftsängste nennen 58,8 Prozent der Millennials die Angst vor Terrorismus und an dritter mit 48,4 Prozent die Angst vor Krieg. Überraschend: Schon an zweiter Stelle, mit 50,4 Prozent, steht die Sorge um die Sicherung des Lebensstandards im Alter und damit die Angst vor Altersarmut. 40,5 Prozent haben zudem Bedenken, dass sie nicht über ausreichende Rücklagen verfügen oder für Notfälle abgesichert sind.

„Die Ergebnisse der Studie zeigen eindrucksvoll, dass das Thema Altersvorsorge die junge Generation bewegt und keine individuelle, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung ist“, betont Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung. „Wir als Unternehmen haben in diesem Zusammenhang eine besondere Verantwortung. Unsere Aufgabe ist es, diese jungen Menschen wieder für solch wichtige Themen zu interessieren und zu sensibilisieren.”

Kein Vertrauen in die gesetzliche Rente
Wesentlicher Grund für die Angst vor Altersarmut ist mangelndes Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung. 37,8 Prozent der Befragten fordern, der Staat müsse das Rentenniveau langfristig auch für die jüngere Generation mit nennenswerten Ruhestandsleistungen sichern.

Trotz ausgeprägter Furcht vor Finanzsorgen nach Ende des Berufslebens verzichten 54,2 Prozent der Millennials gänzlich darauf, etwas für später zurückzulegen. Jeder Sechste äußert hierfür als Grund das Fehlen der notwendigen finanziellen Mittel. Hingegen vertrauen rund 20 Prozent der Millennials auf ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Ihr künftig steigendes eigenes Einkommen macht die jetzige Bildung von Rücklagen überflüssig – meinen sie.

Der Kopf wird vielfach in den Sand gesteckt
Nicht nur der gesetzlichen Rente, auch dem Thema der privaten Altersvorsorge durch Versicherungen stehen sie kritisch gegenüber – und dies aus unterschiedlichsten Gründen: So empfinden 44,2 Prozent der Befragten Versicherungen und private Vorsorgeprodukte als zu teuer. 27,3 Prozent haben Zweifel, im Schadensfall tatsächlich eine Leistung zu erhalten. Jeder Fünfte hat grundsätzlich wenig Vertrauen in die Branche.

Manche Einstellungen und Äußerungen weisen auf ein eher schwach ausgeprägtes Wissen um die Möglichkeiten einer privaten Altersvorsorge hin. Dies ist nach Ansicht der Analysten nicht verwunderlich, denn für 26,6 Prozent sind Versicherungsthemen schlicht zu langweilig, aber auch zu kompliziert, um sich damit intensiv auseinanderzusetzen. Und deshalb sei es wenig überraschend, dass rund 40 Prozent der 18- bis 29-Jährigen dem Thema – trotz aller Ängste – keine Priorität einräumen und ihre Vorsorgepläne in die Zukunft verschieben.

Zahlen und Fakten zur Studie
Im Rahmen der repräsentativen Studie, die vom F.A.Z-Institut im Auftrag der Nürnberger Versicherung durchgeführt wurde, hat die Marktforschungsgesellschaft Toluna insgesamt 1.000 Bürger im Alter von 18 bis 29 Jahren zu den Themen Altersvorsorge, Risikoabsicherung und Versicherungswirtschaft befragt. Die Studie liefert eine große Menge an relevanten Daten und wird im Rahmen einer Themenreihe in vier Teilen sukzessive herausgegeben, um den einzelnen Aspekten ausreichend Aufmerksamkeit widmen zu können. (-ver / www.bocquel-news.de)

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